Die wirtschaftlichste Maßnahmenkombination ist diejenige mit den geringsten Jahreskosten. Sie lässt sich mit einer einfachen Formel berechnen:
Jahreskosten = Kapitalkosten + Wartung/Instandhaltung + Energiekosten
Kapitalkosten: In die Kapitalkosten fließt außer den Investitionskosten der aktuelle Zinssatz und die Lebensdauer der Investition mit ein.
Viele energetische Sanierungen werden im Zusammenhang mit ohnehin anstehenden Modernisierungen durchgeführt: Diese so genannten „Sowieso-Kosten“ werden von den Investitionskosten abgezogen. Das sind die Kosten der Maßnahmen, die Sie sowieso durchführen müssten: Zum Beispiel für schadhafte Fenster, für die erneuerungsbedürftige Dachhaut, für Putzausbesserungen mit Gerüst oder den Ersatz eines defekten oder nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen genügenden Heizkessels.
Das bedeutet: Es werden lediglich die Mehrkosten der energetisch verbesserten Lösung gegenüber der Standardlösung angerechnet. Beim Fenster sind dies beispielsweise Mehrkosten für thermisch getrennte Abstandhalter („warme Kante“) oder thermisch verbesserte Rahmenprofile, eventuell ein dreifach verglastes Fenster. Beim Heizkessel sind die Mehrkosten für den Brennwertkessel gegenüber einem Niedertemperaturkessel anzusetzen.
Bei Fassadensanierungen ist zu prüfen, ob in nächster Zeit ohnehin eine Putzerneuerung oder zumindest ein Neuanstrich ansteht. Die Kosten dafür sind dann ebenfalls von den Investitionskosten abzuziehen.
Wartungs-/Instandhaltungskosten: Die Wartungs-/Instandhaltungskosten werden als Prozentsatz der Investitionskosten angesetzt (für bauliche Maßnahmen in der Regel 1 %).
Energiekosten: Wird ein Gebäude beispielsweise mit einem 24er Ziegel-Mauerwerk mit 16 cm Mineralwolle gedämmt, so verringert sich der Wärmedurchgang. Das spart in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus fast 1.500 Liter Heizöl. Bei den heutigen Ölpreisen sind das jährlich über 800 Euro, die in der Haushaltskasse verbleiben. Ausgehend von einer 30jährigen Nutzungsdauer und den aktuellen Ölpreisen sparen Sie als Eigentümer rund 25.000 Euro Energiekosten ein und entlasten die Umwelt um 126 Tonnen Kohlendioxid.
Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Sanierung spielt auch die Energiepreissteigerung eine wichtige Rolle. In den letzten 35 Jahren haben sich der Öl- und Gaspreis verdreifacht. Wenn die Preise weiter steigen sollten, rentiert sich Ihre Sanierung noch schneller - denn damit erhöhen sich auch die eingesparten Energiekosten.
Fazit: Ihr Energieberater rechnet mit Ihnen durch, wie genau sich die Sanierungsmaßnahmen für Sie auch finanziell lohnen!
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