Mit diesem Kennwert können Sie die Energieeffizienz von Häusern vergleichen. Er gibt auch einen Anhaltspunkt, wie viel Energie Sie durch eine Sanierung einsparen können. Bis 100 kWh/m² und Jahr (kWh/m²a) ist das eher wenig. Darüber lohnt sich in jedem Fall eine Sanierung. Der Durchschnitt der 40 Millionen Wohnungen in Deutschland hat 180 kWh/m²a. Das ist der Stand der Technik von vor 30 Jahren! Ein modernes Passivhaus braucht gerade mal 15 kWh/m²a - weniger als ein Zehntel!
So können Sie den Heizkennwert für Ihr Haus selbst abschätzen:
1 Liter Öl entspricht 10 Kilowattstunden (kWh) Energieinhalt
1 Kubikmeter Erdgas entspricht ebenfalls 10 kWh
Aus Ihrer Heizkostenabrechnung sehen Sie, was Sie in einem Jahr verbraucht haben. Wenn die Heizung auch das Warmwasser bereitet, dann ziehen Sie für jede Person 500 bis 1.000 kWh ab, je nachdem wie hoch Sie Ihren Warmwasserkomfort einschätzen. Das ergibt den Heizenergiebedarf für das ganze Haus. Wenn Sie das durch die Wohnfläche teilen, haben Sie schon das Ergebnis!
Beispiel: Haus mit 4 Personen, 200 m² Wohnfläche, zentraler Warmwasserversorgung, 4.200 Liter Öl pro Jahr.
Jahresverbrauch 4.200 Liter Öl, also 42.000 kWh Energie. 4 x 1.000 kWh Abzug für Warmwasser ergibt 38.000 kWh Heizenergiebedarf, geteilt durch 200 m² Wohnfläche bedeutet 190 kWh/m²a spezifischer Heizenergiebedarf.
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