Das Maß aller Energieeffizienz beim Bauen ist die Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie legt seit 2002 die energetische Mindestqualität von Neubauten fest. Neubauten „nach EnEV“ heißen Niedrigenergiehäuser. Außerdem enthält die EnEV Mindestanforderungen an Sanierungen: Bei Sanierungen darf der Heizwärmebedarf danach bis zu 40% über dem Wert für Neubauten liegen.
Doch es lohnt sich deutlich besser zu sanieren - nicht nur wegen höherer Fördergelder.
In Anlehnung an die Autoindustrie wurde der Begriff des 3-Liter-Hauses geprägt. Diese Angabe bezieht sich auf den Heizölbedarf pro m² und Jahr. Bei 150 m² Wohnfläche wären das 450 Liter Heizöl im Jahr.
Noch effizienter ist das Passivhaus. Es ist so gut wärmegedämmt, dass Sie keine herkömmliche Heizungsanlage mehr benötigen. Alle Wärmegewinne wie Sonneneinstrahlung, die Abwärme von Bewohnern und Geräten werden zur Beheizung genutzt. Eine Lüftungsanlage sorgt für frische warme Luft.
Bei einem Nullenergiehaus brauchen Sie in der Jahresbilanz überhaupt keine Energie mehr von außen. Den Restenergiebedarf decken Sie durch erneuerbare Energien.
Das Plusenergiehaus geht noch einen Schritt weiter und gewinnt über erneuerbare Energien rechnerisch mehr Energie als es verbraucht.
Und das CO2-freie Haus verwendet nur erneuerbare Energie, zum Beispiel grünen Strom und eine Pelletsheizung.
Sanierung und Sonne passen ideal zusammen. Dabei gilt für maximale Klimafreundlichkeit: Zuerst den Energiebedarf reduzieren und dann in erneuerbare Energien investieren.
Doch Vorsicht bei allen energieeffizienten Häusern: Wie auch beim 3-Liter-Auto ist der tatsächliche Verbrauch extrem abhängig vom „Fahrverhalten“. Durch bewusstes Nutzerverhalten können Sie die Rendite noch steigern.
Wenn Ihnen diese Vielfalt zu bunt ist, dann lehnen Sie sich entspannt zurück. Ihr Energieberater führt Sie durch den Dschungel der Möglichkeiten zu der für Sie optimalen Lösung. Er weiß auch um alle Fördermöglichkeiten und vergleicht mit Ihnen die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Varianten.
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