Ein Haus ist, energetisch betrachtet, ein System, das sich nur als Ganzes optimieren lässt. Es bringt daher wenig, wenn Sie nur dort nachbessern, wo Ihnen der Handlungsbedarf besonders dringend erscheint, beispielsweise ein defektes Fenster austauschen oder die Fassade mit einem neuen Anstrich versehen. Wenn sowieso die Fenster ausgetauscht werden, sollten Sie gleich auch die Fassade dämmen. Denn was nützen Ihnen dichte Fenster, wenn die Wärme durch die Wände entschwindet?
Zudem sind viele gravierende Mängel nur für Fachleute erkennbar. Dazu gehören zum Beispiel die Wärmebrücken: Dies sind örtlich begrenzte Bereiche in der Gebäudehülle, an denen die Wärmeverluste deutlich größer sind als an der normalen Wand- oder Dachfläche. Wärmebrücken treten häufig dort auf, wo verschiedene Bereiche der Gebäudehülle aneinander stoßen, etwa am Übergang zwischen Decke und Wand oder an Rolladenkästen. Hier können Schimmel und Feuchteschäden entstehen.
Deshalb sollten Sie vor einer anstehenden Sanierung auf jeden Fall einen Energieberater konsultieren. Er zeigt Ihnen sämtliche Schwachstellen Ihres Hauses auf, sodass Sie gezielt die notwendigen Maßnahmen ergreifen können und nichts Wichtiges außer Acht lassen.
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