Heute ist es wissenschaftlicher Konsens, dass menschliche Aktivitäten eine Veränderung des globalen Klimas zur Folge haben. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), eine Runde international führender Wissenschaftler, sieht für unser Jahrhundert eine Erhöhung der mittleren Erdtemperatur um 1,4 bis 5,6 Grad voraus. Vorboten dieser Entwicklungen sind heute bereits sichtbar. In unseren Breiten werden wir vor allem eine Zunahme von Wetterextremen wie Starkregen, Trockenperioden, Stürme und Überschwemmungen erleben. Die Gletscher der Alpen werden verschwinden. Mit dem Schmelzen der Polkappen und der Ausdehnung des Meerwassers aufgrund der Erwärmung geht ein Anstieg der Meeresspiegel einher, der für Küstenregionen verheerende Folgen haben wird.
Insbesondere die ärmeren Regionen der Erde, die den Küstenschutz nicht so betreiben können wie europäische Staaten, werden die Leidtragenden sein. Vegetationszonen werden sich verschieben, was Auswirkungen auf die Nahrungsmittelversorgung haben wird. Durch die Ausdehnung der Wüstengebiete wird der an den Südgrenzen Europas bereits heute spürbare Wanderungsdruck noch verstärkt.
Von vielen Wissenschaftlern wird ein wirksamer Klimaschutz inzwischen als die größte Herausforderung angesehen, der sich die Menschheit bisher stellen musste. Gebäudemodernisierung als Mittel zum Klimaschutz? Die Energieeinsparpotentiale und die Reduktion von Emissionen insbesondere CO2 durch eine konsequente Sanierung aller Gebäudebestände auf den heutigen Stand der Technik sind ein wirksames und nachweislich messbares Potential zum Klimaschutz, das es zu nutzen gilt. |