Ganzheitlich, branchenübergreifend, neutral, unabhängig und zukunftsorientiert: Leitlinie Energieberatung

Die Leitlinie formuliert verbindliche Grundsätze zur Zusammenarbeit zwischen Energieberatern und Eigentümern. Sie orientiert sich dabei an den Kriterien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Vergabe von Fördergeldern für die energetische Gebäudesanierung sowie an aktuellen KfW-Qualitätsstandards.

Mit der Beratungsleitlinie von Zukunft Altbau verpflichten sich Energieberater

  • ganzheitlich und branchenübergreifend zu beraten. Denn eine gute energetische Sanierungsberatung umfasst alle Komponenten: Böden, Decken, Wände, Dach und Fenster, Haus- und Gebäudetechnik sowie den Einsatz erneuerbarer Energien.

  • neutral und vorhabenbezogen unabhängig zu beraten. Auf dem Markt sind zahllose Produkte und Baustoffe erhältlich – doch nur ökonomisch und ökologisch sinnvolle sollen zum Einsatz kommen. Direkte und indirekte wirtschaftliche Abhängigkeiten von Herstellern oder Energieversorgern stehen dem entgegen.

  • den Standard der KfW-Einzelmaßnahmen anzustreben – und damit die Wirtschaftlichkeit der energetischen Sanierungsmaßnahmen über das gesetzliche Maß hinaus zu erhöhen sowie den Vorgaben der EU und den Klimaschutzzielen der Bundes- und Landesregierung gerecht zu werden.*

  • sich an gängige Gesetze und Verordnungen zu halten und über Kosten und Einsparmöglichkeiten aufzuklären. Beim Ablauf der Maßnahmen ist eine Orientierung an einem individuellen Sanierungsfahrplan sinnvoll.

  • sich regelmäßig weiterzubilden und so ihr Wissen zur Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energieträger auf dem aktuellen Stand zu halten.

Die Leitlinie formuliert ambitionierte Ziele – und ist in der Umsetzung trotzdem flexibel: Ausnahmen sind möglich, um der Sanierungspraxis gerecht zu werden.*

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* Gesetzliche Mindeststandards werden bei Anlehnung an die KfW-Standards normalerweise übertroffen. Jedes Gebäude benötigt eine maßgeschneiderte Betrachtung, so dass es zu begründeten Abweichungen kommen kann. Die technischen Vorgaben der KfW-Einzelmaßnahmen finden Sie hier. Bei der Dämmung von Außenwänden und Kellerdecken macht das in Baden-Württemberg gültige Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) Vorgaben, die geringfügig von denen der KfW abweichen. In diesem Fall sollte sich die energetische Sanierung am EWärmeG orientieren. In Einzelfällen sind die Dämmvorgaben der KfW-Einzelmaßnahmen bei der Verwendung natürlicher Baustoffe schwer zu erreichen. In diesem Fall toleriert die Beratungsleitlinie Abweichungen von 20 Prozent. Allerdings ist dann ggf. die Förderung durch die KfW gefährdet.

 

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