Zeitpunkt für den Umbau günstig wählen

Mit dem Alter erschweren steile Treppen, hohe Duscheinstiege und schmale Türen das Leben im Eigenheim. Doch viele Hauseigentümer verdrängen den Gedanken, dass das vertraute Heim einmal Probleme bereiten könnte. Einen altersgerechten Umbau der eigenen vier Wände wagen die meisten erst dann, wenn er bereits akut notwendig ist.

Besser ist es, wenn das schon früher erledigt wird. Der Aufwand ist in der Regel überschaubar. Wichtig sind vor allem Schwellen, Haltegriffe an WC und Dusche zu montieren und dafür zu sorgen, dass sich Türen nach außen öffnen.

Dabei bietet es sich an, eine Sanierung und barrierereduzierende Umbauten in einem Zuge anzugehen. Das kann die Kosten der Gesamtmaßnahme senken, da Planer und Handwerker nicht zweimal beauftragt werden müssen. Die Kombination von barrierefrei und energetisch sanieren maximiert den Wohnkomfort – für Jung und Alt. Die Räume werden einerseits besser zugänglich, andererseits bewirken eine Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke sowie neue Wärmeschutzfenster eine größere Behaglichkeit in der Wohnung. Das ist wichtig, denn im Alter leiden Menschen ganz besonders unter Zuglufterscheinungen im Winter und überhitzten Räumen im Sommer.

Förderung für altersgerechten Umbau  

Die Förderbank KfW bietet Eigentümern und Mietern lukrative Anreize. Die Förderung barrierereduzierender Maßnahmen sieht Zuschüsse in Höhe von mindestens zehn Prozent der förderfähigen Kosten vor. Die Zuschusshöhe beläuft sich auf 200 bis 6.250 Euro und geht von Mindestinvestitionskosten von 2.000 Euro aus. Wer nach den Kriterien des höherwertigen Förderstandards ‚Altersgerechtes Haus‘ investiert, kann sogar mit 12,5 Prozent Förderung rechnen. Alternativ kann die Kreditvariante in Anspruch genommen werden: Bis zu 50.000 Euro anrechenbare Kosten bei 0,75 Prozent effektivem Jahreszins pro Wohneinheit sind möglich. Auch die energetische Sanierung wird massiv gefördert.

Eigentümer und Mieter müssen vor Beantragung der Gelder beachten, dass nur Vorhaben gefördert werden, die zum Zeitpunkt des Antrags noch nicht begonnen wurden. Interessierte sollten sich deshalb zunächst von einer qualifizierten Fachkraft zu möglichen und sinnvollen Maßnahmen beraten lassen. Danach kann die Förderung für die Maßnahmen bei der KfW beantragt werden.

Gesundheitliche Aspekte

Neben Barrierefreiheit und Komfort sind auch gesundheitliche Aspekte von großer Bedeutung. Gedämmte Wände sorgen für behagliche Wärme im Winter und bieten im Sommer einen Hitzeschutz. Kombiniert mit der passenden Lüftungsanlage vermeiden Sie Schimmelbildung an kalten und unbelüfteten Stellen und haben immer frische Luft, keine hohen CO2-Konzentrationen im Schlafzimmer und keine Lärmbelästigung.