„Ehrlich gesagt: Das Haus war eines der weniger schönen in der Siedlung“, erzählt Sabine Wolff. „und energietechnisch auf dem Stand der 60er.“ Das Ehepaar entschloss sich für eine energieeffiziente Modernisierung: Solarkollektoren auf dem Dach, Gas-Brennwertheizung im Keller, Wärmeschutz an der Gebäudehülle. Ein kleiner Kraftakt, der aber innerhalb von zwei Jahrzehnten mehr Geld einsparen wird, als die Sanierung gekostet hat – und den Wohnkomfort, die Wohnfläche und die Attraktivität des Altbaus deutlich erhöht hat. 


75 Prozent weniger Energie

Auf dem Weg hat der Gebäudeenergieberater Detlef Immoor die Wolffs begleitet. Er ermöglichte ihnen auch den Zugang zur KfW-Förderung. Denn die Beratung durch einen bei der Dena eingetragenen Gebäudeenergieberater ist die Voraussetzung für zinsgünstige Kredite und Zuschüsse der staatlichen Förderbank. Rund 10.000 Euro Zuschuss bekamen die Wolffs – gut 13 Prozent der Kosten für die energetische Sanierung.

Die Aussichten für die 55- und 58-jährigen Eigentümer sind bestens: Der voraussichtliche Endenergiebedarf sinkt von über 300 auf 75 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr: Minus 75 Prozent! Künftig lautet die KfW-Bezeichnung „Effizienzhaus 115“. Das bedeutet: Der sanierte Altbau benötigt nur 15 Prozent mehr Energie als ein vergleichbarer Neubau. Im Energieausweis leuchtet deshalb ein Grün. Auch ästhetisch hat das Haus gewonnen: Die erneuerte Gebäudehülle mitsamt der neuen Fenster ist viel schöner anzuschauen. „Von wegen Dämmung verunstaltet. So elegant und wohnlich war das Haus in seinen bald 60 Jahren noch nie“, freut sich Michael Wolff. Dass die Sanierung ein Erfolg ist, bestätigte auch der „Renovierer Award Württemberg 2014“: Die Wolffs erhielten eine ausdrückliche Anerkennung.

Haben auch Sie ein gutes Sanierungsbeispiel? Dann sprechen Sie uns an oder senden Sie eine E-Mail an info(at)zukunftaltbau.de

DAS PROJEKT IN STICHWORTEN
Doppelhaushälfte, Friedrichshafen-Manzell
Bauherr: Sabine und Michael Wolff
Energieberatung/Bauleitung: Detlef Immoor, Friedrichshafen
Wohnfläche: 170 m², zwei Wohneinheiten, drei Geschosse plus Keller
Baujahr: 1960
Sanierungsjahr: 2013

MAßNAHMEN
Außenwand: 16 cm EPS-Dämmung
Dach: 20 cm Mineralwolle + 6 cm Weichfaser
Kellerdecke: 12 cm EPS-Dämmung
Fenster: Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung (U**w**-Wert 0,85 W/m²K), neue Rollläden (0,75 W/m²K), neue Haustür (UD-Wert 0,90 W/m²K)
Heizung/Warmwasser: Gasheizung mit Brennwerttechnik, Thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung

FINANZIERUNG
Gesamtkosten nach KfW: 125.000 Euro
Förderprogramm KfW: Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss 430
Zuschüsse: 10.000 Euro

EFFEKTE
Endenergiebedarf: vorher 302 kWh/m²a / nachher: 75 kWh/m²a (-75%)
Primärenergiebedarf: vorher 358 kWh/m²a / nachher 78 kWh/m²a (-78%)

Vor der Renovierung: eine schlafende
Schönheit aus den 60er-Jahren

Aus dem bestens gedämmten Wohnbereich
ist es nur einen Schritt in den großen Garten

Rundum saniert: die Doppelhaushälfte
von Sabine und Michael Wolff

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