Sonne + Wasser = Solarthermie

Eine thermische Solaranlage kann Ihre Heizung und Warmwasserversorgung nicht komplett übernehmen, aber einen wesentlichen Teil dazu beisteuern. Man unterscheidet verschiedene Systeme:

  • Zur Warmwasserbereitung: Um eine hohe Energieausbeute zu erzielen und überschüssige Wärme zu vermeiden, wird die Anlage meist so dimensioniert, dass sie außerhalb der Heizperiode den Warmwasserbedarf vollständig deckt. Die konventionelle Heizung können Sie dann komplett abschalten. Im Winter und in der Übergangszeit wird das Wasser mit Solarthermie vorgewärmt und von der Heizung auf die Endtemperatur gebracht. So lassen sich übers Jahr bis zu zwei Drittel der Energie zur Warmwasserbereitung solar erzeugen.
  • Zur Heizungsunterstützung: Je besser Ihr Haus gedämmt ist, desto mehr steuert die Solaranlage bei. Bei Passivhäusern kann der solare Anteil bei über 50 % liegen.

Und wie viel Kollektorfläche brauchen Sie dafür? Für die Warmwasserbereitung bei einem täglichen Bedarf von 40 bis 50 Litern pro Person etwa ein bis zwei Quadratmeter. Für Anlagen zur Heizungsunterstützung rund 10% der Wohnfläche.

"Traumpaar oder nicht?" Finden Sie es heraus mit dem Schritt-für-Schritt-Leitfaden vom Praxistest Solarthermie. Er führt Sie von der Planung über die Installation bis hin zur Wartung Ihrer Solarthermie-Anlage.

Eine einfache Veranschaulichung zur Solarthermie sehen Sie im Video „Wie funktioniert Solarthermie“ von ARTE Future.

Photovoltaik: Und die Sonne arbeitet für Sie

Eine Photovoltaik-Anlage ist eine sichere und klimafreundliche Geldanlage. Auf Ihrem Hausdach erzeugt sie Strom aus Sonnenergie – geräuschlos und ohne Schadstoffemissionen.

Mit acht bis zehn Quadratmetern unverschatteter Dachfläche gewinnen Sie je nach Region und Dachausrichtung rund 1.000 Kilowattstunden pro Jahr – etwa der Jahresverbrauch einer Person. Wenn Sie einen Teil des Stroms ins Netz einspeisen, bekommen Sie vom Energieversorger derzeit rund 12 Cent pro Kilowattstunde. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert Ihnen diese Einspeisevergütung für 20 Jahre. In der Regel ist es rentabler, Ihren Solarstrom selbst zu verbrauchen. Und da Photovoltaik-Anlagen praktisch nicht verschleißen, geben viele Hersteller bis zu 25 Jahre Garantie auf die Module. Für Sie heißt das: sicherer Ertrag bei minimalem Risiko.

Weitere „FAKTEN ZUR PHOTOVOLTAIK - Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Solarenergie“ hat Ihnen das Solarcluster Baden-Württemberg e.V. zusammengestellt.

Holzpellets: geballte Energie

Eine saubere Alternative zu Öl und Gas sind nachwachsende Rohstoffe in Form von Holzschnitzeln oder Holzpellets. Moderne Holzheizungen haben nichts mehr gemein mit staubigen und mühsam zu befeuernden Holzöfen früherer Generationen. Sie sind weitgehend automatisiert und fast so bequem zu bedienen wie andere Heizungsanlagen auch.

Mit Holzpellets heizen Sie billiger als mit Öl oder Gas und belasten die Umwelt erheblich weniger. Denn Holz ist ein nahezu klimaneutraler Brennstoff: Bei der Verbrennung wird genau die Menge an CO2 freigesetzt, die der Baum beim Wachstum aufgenommen hat. Zur guten Ökobilanz trägt zudem bei, dass die Pellets meist aus regionaler Produktion stammen und so die regionale Wirtschaft fördern.

Ein kleiner Kritikpunkt: Bei der Verbrennung von Holz fällt mehr Feinstaub an als bei Gas- und Ölfeuerung. In modernen Anlagen ist die Staubentwicklung durch einen optimal ausgelegten Verbrennungsprozess jedoch sehr gering und liegt in jedem Fall weit unter der eines Kachel- oder Kaminofens. Welche Staubemissionen zulässig sind, regelt die Kleinfeuerungsanlagenverordnung, 1. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz.

Eine einfache Veranschaulichung von Pelletsheizsystemen sehen Sie in der Animation „Heizen mit Holzpellets“ der EnergieAgenturNRW.

Geothermie: schon oberflächlich sehr rentabel

Je tiefer man ins Erdreich eindringt, umso wärmer wird es – etwa 30° C pro 1.000 Meter. Doch so tief muss man als Hausbesitzer gar nicht graben, denn die Nutzung der oberflächennahen Erdwärme ist heute technisch ausgereift:

  • Erdwärmekollektoren, also horizontal verlegte Rohre, z.B. in Ihrem Garten nutzen bereits in wenigen Metern Tiefe eine annähernd konstante Temperatur von rund 10 Grad. Pro Quadratmeter Wohnfläche benötigen Sie etwa die eineinhalbfache Kollektorenfläche.
  • Erdwärmesonden kommen mit deutlich weniger Fläche aus, da sie bis etwa 100 Meter in die Tiefe gehen und so höhere und konstantere Temperaturen nutzen.

Die aus der Erde gelieferte Wärme wird über eine Wärmepumpe auf 30° C bis 60° C angehoben. Für energieoptimierte Gebäude reichen diese Temperaturen in der Regel bereits zum Heizen und für die Warmwasserbereitung.

Die Broschüre Erdwärmesonden: Erdwärme erfolgreich nutzen! arbeitet bestehende Vorurteile und Fehleinschätzungen zum Bau und Betrieb von Erdwärmesonden auf. Sie beantwortet Fragen von Bauherren, um ihnen die sachliche Abwägung einer Investition in diese regenerative Energietechnik zu erleichtern.

Blockheizkraftwerk & Kraft-Wärme-Kopplung

Blockheizkraftwerke, auch BHKW genannt, erzeugen durch Verfeuerung von Brennstoffen Strom. Die hierbei entstehende Wärme kann direkt im Haus oder aber – je nach Größe der Anlage – in ganzen Quartieren zur Beheizung von Räumen und Wasser genutzt werden. Die Kraft-Wärme-Kopplungstechnologie macht also Strom und Wärme gleichzeitig nutzbar – und das zu einem Wirkungsgrad, der seinesgleichen sucht: Es können bisweilen bis über 90 Prozent der eingesetzten Primärenergie genutzt werden.  

Blockheizkraftwerke können mit Erdgas, Holzpellets, Flüssiggas, Heizöl, Biodiesel oder auch Pflanzenöl betrieben werden.

Welche Anlage für Ihren Haushalt in Frage kommt, klären Sie am besten mit Ihrem Energieberater.

Weitere Informationen zu Blockheizkraftwerken und zur Kraft-Wärme-Kopplung finden Sie beim Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH.

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz: Was Sie beachten müssen

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) verpflichtet in Baden-Württemberg Eigentümer von bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden, erneuerbare Energien einzusetzen, sobald sie ihre Heizungsanlage austauschen.

Nach dem EWärmeG müssen Sie bei der Erneuerung einer Heizungsanlage 15 Prozent der Wärme durch erneuerbare Energien wie Sonnenenergie, Umweltwärme oder Bioenergie erzeugen oder ersatzweise Maßnahmen ergreifen. Zur Auswahl stehen Ihnen hier zahlreiche Optionen – vom energetischen Sanierungsfahrplan über Photovoltaik-Anlagen bis zur Kraft-Wärme-Kopplung. Auch Maßnahmen, die Sie bereits vor der Heizungserneuerung durchgeführt haben, werden berücksichtigt; beispielsweise wenn Sie die Vorgaben bei der Dämmung von Kellerdecke, Wand oder Dach erfüllen. Alle Details finden Sie in unserem Merkblatt Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz: Was Sie beachten müssen.

 

Der Energieatlas Baden-Württemberg ist das gemeinsame Internet-Portal des Umweltministeriums und der LUBW für Daten und Karten zum Thema erneuerbare Energien. Bürgern, Kommunen, Verwaltung, Forschung und Wirtschaft werden damit wichtige Informationen zum Stand der dezentralen Energieerzeugung und zum regionalen Energiebedarf zur Verfügung gestellt.

 

 

Rundum saniert

Gebäudehülle

Durch ungedämmte Dächer, Wände und Kellerdecken oder undichte Fenster entweicht viel Wärme. Nutzen Sie darum durch umfassende Dämmung Ihre Heizenergie effizienter.

Die richtige Technik

Gebäudetechnik

Ein Haus ist ein komplexes Gebilde. Es effizient und bedarfsgerecht zu heizen und immer gut zu belüften ist alles eine Frage der richtigen Technik.