Wärmedämmung zahlt sich aus!

Wenn Sie Wände, Dach und Kellerdecke bei einer Sanierung gut „einpacken“ und die Fenster mit Wärmeschutzverglasung versehen, sind Ihre Räume im Winter angenehm warm und im Sommer angenehm kühl. Und:

  • Sie sparen bis zu 80 Prozent der Heizkosten.
  • Sie sichern die Bausubstanz und der Wert Ihres Hauses steigt.
  • Sie können Dämmung und Putzerneuerung nutzen, um Ihre Fassade auch optisch aufzuwerten.
  • Sie reduzieren den CO2-Ausstoß Ihres Hauses im Schnitt um vier Tonnen/Jahr – und leisten so einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz.

Im Video „Worauf Sie beim Dämmen achten müssen“ erklärt Ihnen Sanierungsexperte Ronny Meyer wann sich eine Fassadendämmung lohnt und warum Sie sich zur Planung und Umsetzung unbedingt einen Experten zur Seite holen sollten.

Gute Dämmung? Kann mehr als der Standard!

Der Wärmeverlust durch Boden, Wand, Fenster und Dach wird durch den so genannten Wärmedurchgangskoeffizienten definiert, kurz: U-Wert. Dieser gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil von einem Quadratmeter Fläche hindurchgeht, wenn zwischen Innen- und Außenseite ein Temperaturunterschied von einem Grad Celsius herrscht. Der U-Wert wird darum in der Einheit W/m²K angegeben.

Ein Beispiel: In vielen unsanierten Altbauten liegt der U-Wert der Außenwände bei 1,5 bis 2 W/m²K. Der von der Energieeinsparverordnung (EnEV) geforderte U-Wert für Außenwände liegt bei 0,24 W/m²K – heute der Mindeststandard für energetische Dämmung. Mit einer guten Fassadendämmung können Sie sogar einen Wert von unter 0,19 W/m²K erreichen und erfüllen damit zusätzlich noch das EWärmeG und damit die Voraussetzungen beim Tausch der Heizzentrale.

 Im Artikel „Dämmung des Gebäudes“ der Verbraucherzentrale erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl Ihres Dämmstoffes alles achten sollten.

Die Wand: nicht bloß Fassade

Durch ungedämmte Außenwände verlieren Sie Heizenergie. Wärmebrücken sind eine häufige Ursache für Schimmelbildung und Bauschäden. Belassen Sie es darum nicht bei einem neuen Anstrich!

Wie gut die Außenwände Ihres Hauses gedämmt sind, können Sie an der Heizkostenabrechnung ablesen – und spüren: Schon 3 Grad Unterschied zwischen Wand- und Lufttemperatur machen sich als unangenehmer Luftzug bemerkbar. Ein einfacher Test: Wenn Sie mehr als 20 Grad benötigen, um sich wohl zu fühlen, wirkt vermutlich eine Außenwand als „Kältestrahler“.

Je nach baulichen Gegebenheiten wird die Dämmschicht von außen, innen oder zwischen zwei Mauerschalen eingebracht. Wirtschaftliche Dämmstärken liegen bei 16 bis 20 cm, bei Passivhäusern bei 30 cm. Die dadurch bedingte Vertiefung der Fensternischen sollten Sie bei der Planung berücksichtigen und über neue Fenster nachdenken, um Wärmebrücken zwischen Rahmen und Wand zu vermeiden Die energetisch optimale Lage der neuen Fenster befindet sich in der Dämmebene. Welches Verfahren und welche Dämmstoffe für Sie am besten geeignet sind, sollten Sie mit einem Fachmann besprechen.

Das Video „Aufklärung zur Wärmedämmung“ bietet Einstiegsinformationen zur Außen- und Innendämmung und klärt zu Vorurteilen im Zusammenhang mit Wärmedämmung auf.

Die Fenster: Durchblick statt Durchzug

Fenster sorgen für Licht und Luft, sie schützen vor Regen und im Idealfall vor Hitze, Kälte und Lärm. Sie tun dies umso besser, je besser ihr Dämmwert ist. Mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung und einer so genannten warmen Kante bleibt die Innenseite der Fensterscheibe selbst im Winter mit 16 Grad angenehm warm (Uw-Wert von 0,6 bis 0,9 W/m²K).

Mit modernen Fenstern können Sie zudem die Fassade aufwerten. Die Auswahl ist riesig: Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenster, mit und ohne Sprossen, zum Klappen, Kippen oder Schieben. Lassen Sie sich vom Fachmann beraten.

Eine Förderungsübersicht für den Einbau energieeffizienter Fenster finden Sie unter dem Titel „Fensteraustausch (Bestandsgebäude): Alle Förderprogramme & Zuschüsse von KfW, BAFA und Co.“ bei co2online. Lesen Sie sich ein und sprechen Sie dann gezielt mit einem Energieberater.

Das Video der Sächsischen EnergieAgentur saena "Fenstermontage im Altbau" zeigt anschaulich und neutral, wie ein Fenstertausch im Altbau abläuft und was hierbei zu beachten ist.

Das Dach: nicht mehr ganz dicht?

Mit einer Dachsanierung reduzieren Sie im Winter Ihre Heizkostenrechnung, vermeiden im Sommer „Sauna-Effekte“ und im Winter Durchzug und verbessern das Wohnklima spürbar. Noch mehr gewinnen Sie, wenn Sie die Gelegenheit nutzen, den Speicher zu Wohnräumen auszubauen. Um möglichst viel Energie zu sparen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Luft- und winddichte Gebäudehülle: Schon eine offene Fuge von 1 mm Breite und 1 m Länge kann den Dämmwert in dieser Zone nahezu halbieren.
  • Dampfsperre: Sie verhindert, dass im Winter Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion eindringt, dort als Tauwasser ausfällt und so Bauschäden und Schimmel entstehen.
  • Dachüberstand: Wenn sie diesen gleich bei der Dachsanierung vergrößern, können Sie später problemlos die Fassade dämmen.

Fortführende Informationen, Vorzüge und Erklärungen zur praktischen Durchführung einer Dachdämmung lesen Sie in der Broschüre „Dachausbau: Gut gedämmt – schadensfrei gebaut“ der EnergieAgentur NRW.

Im Video "Dachdämmung" der EnBauSaDE sehen Sie die Vorteile und die Umsetzung einer gelungenen Dachdämmung. Rüsten auch Sie Ihr Dach für die kommenden 50 Jahre!

Zum Abendessen: kalte Füße?

Sie haben im Erdgeschoss häufig kalte Füße – oder müssen Ihre Räume besonders stark heizen? Dann verbessern Sie die Dämmqualität der Kellerdecke, oder dämmen Sie bei Gebäuden ohne Keller die Außenwand seitlich mindestens bis auf Frosttiefe ins Erdreich hinein.

Behaglich Wohnen: Schimmelbildung vermeiden

Schaffen Sie in Ihrem Gebäude ein Wohlfühlklima und verringern Sie das Schimmelrisiko. Vermeiden Sie Feuchtigkeit und feuchte Bauteile mit richtigem Heizen und Lüften. Weiterführende Informationen finden Sie auf dem Merkblatt Schimmelpilz: Vorbeugen durch Wohlfühlklima.

Bei konkretem Verdacht auf Schimmel sollten Sie auf Experten vertrauen, um bauliche Schwachstellen am Gebäude zu erkennen und somit Schäden an der Bausubstanz und Ihrer Gesundheit zu verhindern.

Eine Liste an Sachverständigen zur Erkennung und Einstufung von Schimmelbefall finden Sie beim Berufsverband Deutscher Baubiologen e.V. 

Eine Liste mit ausgebildeten Betrieben zur Schimmelpilzentfernung  finden Sie beim Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-Württemberg.

Weitere ausgebildete Betriebe erhalten Sie über den Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade sowie über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau.

 

 

 

Die richtige Technik

Gebäudetechnik

Ein Haus ist ein komplexes Gebilde. Es effizient und bedarfsgerecht zu heizen und immer gut zu belüften ist alles eine Frage der richtigen Technik.

Saubere Sache

Erneuerbare Energien

Zukunftsorientiert, kostengünstig, klimaneutral – und finanziell gefördert: Erneuerbare Energien haben viele Vorteile, die Sie bei einer Sanierung bedenken und nutzen sollten.