Pressebild Zukunft Altbau

Energetische Sanierung: Experten diskutieren auf dem Herbstforum Altbau

Presseinformation 23/2019
Stuttgart, 29. Juli 2019

 

Gesellschaftsthema Klimaschutz: Welchen Beitrag der Gebäudesektor leisten muss

Die Fachtagung von Zukunft Altbau findet am 27. November 2019 in Stuttgart statt.

Die Energiewende im Hausbestand stockt trotz ambitionierter Klimaschutzziele weiterhin. Energetische Sanierungen bieten ein hohes Potenzial, um den Gebäudesektor klimafreundlicher zu machen. Wie dieses aktiviert werden soll, darüber diskutieren Experten der Bau- und Energiebranche auf dem Herbstforum Altbau am 27. November 2019 in Stuttgart. Veranstalter der Tagung ist Zukunft Altbau, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm. Auch in diesem Jahr werden über 500 Vertreterinnen und Vertreter aus Gebäudeenergieberatung, Architektur, verschiedensten Baubereichen, Ingenieurwesen sowie Politik, Wirtschaft und Forschung erwartet. In Vorträgen und im direkten Austausch diskutieren die Teilnehmer energiepolitische Entwicklungen, gelungene Sanierungsbeispiele und künftige klimapolitische Herausforderungen. In diesem Jahr werden auch Jugendliche einbezogen und mit ihnen über ihre Vorstellungen von Nachhaltigkeit im Gebäudesektor gesprochen.

Die bundesweit bekannte Fachtagung für energetische Gebäudesanierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien findet bereits zum 21. Mal statt. Austragungsort ist auch in diesem Jahr die zentral gelegene und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbare Sparkassenakademie am Stuttgarter Hauptbahnhof. Das Vortragsprogramm wird von einer Fachausstellung begleitet. Die dena, die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Ingenieurkammer des Landes rechnen Fachleuten die Teilnahme als Fortbildungsveranstaltung an. Die reguläre Teilnehmergebühr beläuft sich auf 70 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Anmeldungen werden bis zum 15. November unter www.zukunftaltbau.de/herbstforum entgegengenommen.

Fachvorträge mit gesellschaftlicher Relevanz

Den inhaltlichen Auftakt macht Dr. Andre Baumann, Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums, mit einem Einblick in die aktuelle Energie- und Klimapolitik des Landes. Danach diskutiert er mit Vertreterinnen und Vertretern des Jugendbeirates der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württembergs. Der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung von Klimaschutz und Energiewende widmet sich anschließend Prof. Dr. Harald Welzer von der FuturZwei Stiftung Zukunftsfähigkeit. Sein Thema: „Zu spät für Pessimismus. Leben vor, mit und nach dem Klimawandel.“

Wie die Energiewende im Gebäudebestand praktisch umsetzbar ist, zeigen die Architekten Jochen Schurr und Norman Räffle anhand zweier beispielhafter Sanierungsprojekte. Jochen Schurr stellt Projekte über Schulsanierungen im Allgäu vor, Norman Räffle präsentiert den aquaTurm in Radolfzell. Dieser gilt nach seinem Umbau vom Wasserturm zum Design-Hotel als weltweit erstes Plus-Energie-Hochhaus mit Passivhaustechnologie.    

Wege in den klimaneutralen Gebäudebestand

Der Vortragsblock nach der Mittagspause steht ganz im Zeichen der Solarenergie: Michael Vogtmann von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie widmet sich der Bedeutung von Photovoltaik und Sektorenkopplung in Wohngebäuden. Als praktisches Beispiel für den gelungenen Wechsel von fossilen Energien zu Photovoltaik stellt Thomas Hartmann von der Hartmann Energietechnik GmbH anschließend die Zukunft des Sonnenhaus-Konzepts vor. Damit sind Häuser gemeint, die einen guten Dämmstandard aufweisen und den Bedarf an Heizenergie und Warmwasser zu mindestens 50 Prozent aus Sonnenenergie stillen.

Am Nachmittag werfen zwei weitere Referenten einen Blick auf den Status Quo und die Zukunft der Energiewende im Hausbestand. Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (dena) befasst sich in seinem Vortrag „Berlin muss liefern! Wärmewende im Spagat der Anforderungen“ mit den energiepolitischen Stellschrauben für einen klimaneutralen Gebäudesektor und bringt aktuelle Erkenntnisse des dena-Kongresses 2019 ein. Architekt Dr. Burkhardt Schulze Darup schließt den diesjährigen Kongress. Er spricht über Standards bei Neubauten als Impulse für Bestandsgebäude und widmet sich dabei auch der Frage, wie die Klimaziele im Gebäudesektor erreicht werden können.

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Kongress „Herbstforum Altbau 2019“

Veranstalter: Zukunft Altbau, gefördert vom Umweltministerium Baden-Württemberg

Zeit: 27. November 2019, 9:30 bis 16:45 Uhr

Ort: Sparkassenakademie, Pariser Platz 3 A, 70173 Stuttgart

Zielgruppen: Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Energieberatung, Handwerk, Architektur, Ingenieurwesen, Kammern, Verbänden, Kommunen sowie an Abgeordnete.

Kosten: 70 Euro inkl. MwSt. Der Eintritt für Pressevertreter und Studierende ist kostenfrei.

Kooperationspartner: Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, Deutsches Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN), Interessengemeinschaft der regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen Baden-Württemberg (IG rEA BW), Architektenkammer Baden-Württemberg, Gebäudeenergieberater Ingenieure  Handwerker e.V. (GIH), Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Baden-Württembergischer Handwerkstag (BWHT), Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

Programm

9:00 Einlass

9:30         Moderation: M. Sc., Dipl.-Ing. (FH) Frank Hettler, Bereichsleitung Zukunft Altbau 

9:40 Aktuelle Energie- und Klimapolitik in Baden-Württemberg. Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart

10:00 Botschaft der Jugend | Staatssekretär Dr. Andre Baumann im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Jugendbeirates der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg

10:15 Zu spät für Pessimismus. Leben vor, mit und nach dem Klimawandel.  Prof. Dr. Harald Welzer, FuturZwei Stiftung Zukunftsfähigkeit, Berlin

11:45 Serielle Schulsanierungen im Allgäu – energieeffizient, schnell, kostengünstig. Dipl.-Ing. (FH) Jochen Schurr Architekt, m2s müller.schurr.architekten PartG mbB

12:15 aquaTurm Radolfzell – Nullenergieturm als Lebenstraum. Dipl.- Ing. (FH) Norman Räffle, Architekt und Energiedesigner

13:00 Mittagspause, Besuch der Fachausstellung, Dialog und Netzwerk

14:00 Photovoltaik – Sektorenkopplung in Wohngebäuden. Dipl. Kfm. (Univ.) Michael Vogtmann, DGS Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Landesverband Franken e.V., Nürnberg

14:30 Das Sonnenhaus – Beispiel für höchstmögliche Unabhängigkeit von fossilen Energien. Thomas Hartmann, Hartmann Energietechnik GmbH, Rottenburg-Oberndorf

15:30 Berlin muss liefern! Wärmewende im Spagat der Anforderungen. Christian Stolte, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin

16:00  Klimaziele verpasst? Mit effizienten Neubau-Standards den Gebäudebestand aktivieren, Dr. Burkhardt Schulze Darup, Architekt, Berlin

16:45 Ende der Veranstaltung, Ausklang und Netzwerken

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Neutrale Informationen zur Sanierung von Wohngebäuden gibt es auch über das kostenfreie Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33, beratungstelefon(at)zukunftaltbau.de oder unter www.zukunftaltbau.de.

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Gebäudeeigentümer neutral über den Nutzen einer energetischen Sanierung und wirbt dabei für eine qualifizierte und ganzheitliche Gebäudeenergieberatung. Das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm berät gewerkeneutral, fachübergreifend und kostenfrei. Zukunft Altbau hat seinen Sitz in Stuttgart und wird von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg umgesetzt.

Ansprechpartner Pressearbeit
Axel Vartmann, PR-Agentur Solar Consulting GmbH,
Emmy-Noether-Straße 2, 79110 Freiburg,
Tel. +49 761 38 09 68-23,
vartmann@solar-consulting.de, www.solar-consulting.de

Ansprechpartnerin Zukunft Altbau
Susann Quasdorf-Kirchberg, Veranstaltungs- und Projektmanagement,
Zukunft Altbau, Gutenbergstraße 76, 70176 Stuttgart,
Tel. +49 711 489825-12,
susann.quasdorf-kirchberg@zukunftaltbau.de, www.zukunftaltbau.de