Pressebild Zukunft Altbau

Temperaturanstieg als Strichcode

Presseinformation 31/2018
Stuttgart, 12. Dezember 2018

 

Farbstreifen veranschaulichen die Klimaerwärmung in Baden-Württemberg

„Warming Stripes“ zeigen den Klimawandel im Südwesten auf einen Blick. Auch Hauseigentümer können etwas gegen die Erderwärmung tun.

Die Erderhitzung anschaulich darstellen – das ist das Ziel der „warming stripes“. Seit Mai 2018 sorgt der Strichcode des englischen Klimaforschers Ed Hawkins international für Aufsehen. Die Infografik mit den Erwärmungsstreifen zeigt auf einer Skala von blau bis rot den Temperaturanstieg über mehr als 130 Jahre an. Jetzt gibt es die Grafik auch mit den Temperaturwerten von Baden-Württemberg. Das Informationsprogramm Zukunft Altbau hat sie von einem Hamburger Klimaforscher erstellen lassen. Das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Programm will damit auf den Klimawandel im Südwesten aufmerksam machen. Grundlage für den Strichcode sind Wetterdaten des Bundeslandes von 1881 bis 2017. Um etwas gegen den immer offener zutage tretenden Klimawandel zu tun, können vor allem Hauseigentümer aktiv werden, rät Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Energetische Sanierungen helfen dabei, den CO2-Ausstoß von Gebäuden deutlich zu senken. Das schützt nicht nur das Klima, sondern erhöht den Wohnkomfort und reduziert die Heizkosten“, so Hettler.

Neutrale Informationen gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Die Wetterdaten für den Südwesten hat Dr. Christian Franzke vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit an der Universität Hamburg für Zukunft Altbau aufbereitet. Die Grafik bildet für jedes Jahr einen Längsstreifen ab. Jeder der insgesamt 137 Streifen hat eine spezifische Farbtönung. Sofort erkennbar ist ein Übergang von blauen Streifen (kühlere Temperaturen) zu Beginn der Wetteraufzeichnung 1881 zu roten Streifen (wärmere Temperaturen) in den vergangenen Jahren. „Die Temperaturstreifen für Baden-Württemberg gleichen denen anderer Regionen und führen uns den allgegenwärtigen Klimawandel vor Augen, den wir dringend eindämmen müssen“, sagt Frank Hettler.

Wie Hauseigentümer zum Klimaschutz beitragen können

Derzeit diskutiert die internationale Politik auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz. „Doch Klimaschutz fängt bereits im Kleinen an“, so Hettler weiter. Hauseigentümer haben dabei vielfältige Möglichkeiten, die klimaschädlichen Emissionen des Gebäudesektors zu senken. Gebäude sind in Deutschland zu 30 Prozent für den CO2-Ausstoß verantwortlich und stehen damit für einen entsprechend großen Anteil bei der persönlichen Klimabilanz.

Bereits richtiges Heiz- und Lüftungsverhalten mindert die CO2-Emissionen und entlastet das Klima. Bauliche Maßnahmen wie eine effektive Wärmedämmung oder neue Fenster und Türen senken den Heizenergieverbrauch und damit den Ausstoß schädlicher Klimagase noch deutlicher. Auch der Austausch alter Heizkessel durch effiziente Ökoheizungen schont das Klima und erhöht den Wohnkomfort. „Energieberater können Hauseigentümern am besten aufzeigen, welche Sanierungsmaßnahmen für ihr Gebäude am sinnvollsten sind und wie sie dadurch das Klima schonen können“, sagt Hettler. 

Weitere Farbstreifen mit dem globalen Temperaturanstieg und dem einzelner Länder und Städte unter https://www.climate-lab-book.ac.uk/2018/warming-stripes/.

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Gebäudeeigentümer neutral über den Nutzen einer energetischen Sanierung und wirbt dabei für qualifizierte Gebäudeenergieberater. Das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm berät gewerkeneutral, fachübergreifend und kostenlos. Baufachleute finden bei ihm Weiterbildungsangebote, Kontaktmöglichkeiten mit Kollegen und Informationen für ihre Kunden. Zukunft Altbau hat seinen Sitz in Stuttgart und wird von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg umgesetzt.

Ansprechpartner Pressearbeit
Axel Vartmann, PR-Agentur Solar Consulting GmbH,
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Ansprechpartner Zukunft Altbau
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