Ein Sanierungssprint umfasst Energiesparmaßnahmen wie Dämmung, Heizung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien und Photovoltaik. Neugestaltungen von Raumzuschnitten sowie Bad- und Küchensanierungen werden bei Bedarf ebenfalls integriert.

Sie besitzen ein Eigenheim und überlegen Ihr Haus im Sprinttempo sanieren zu lassen? 
Hier entlang zu allen Informationen für Hauseigentümerinnen & -eigentümer.

Interessieren Sie sich für den Sanierungssprint?

In Baden-Württemberg entsteht derzeit ein Netzwerk aus Expertinnen und Experten, die den Sanierungssprint ins Land tragen möchten.

Möchten auch Sie Teil der Sanierungssprint-Umsetzung werden?

Sie haben Bauleitungserfahrung und möchten als Sanierungssprint-Koordinatorin bzw. -koordinator tätig werden und interessieren sich für Kontakte zu Bauherrinnen und Bauherren?

Sie haben einen Handwerksbetrieb und möchten an Sanierungssprints mitwirken?

Dann teilen Sie uns bitte Ihre Kontaktdaten mit und wir werden uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

Zum Kontaktformular

 

In unserer Übersicht mit Veranstaltungen für Fachleute sind zudem alle aktuellen Fortbildungsangebote für zukünftige Koordinatorinnen und Koordinatoren aufgeführt.

Handwerksbetriebe

Auf dieser Karte finden Sie Handwerksbetriebe, die bereits erfolgreich an Sanierungssprints mitgewirkt haben und solche, die gerne zukünftig mitmachen möchten. Aber natürlich können Sie auch alle anderen Handwerksbetriebe anfragen.

Effizienz auf der Baustelle

Für einen erfolgreichen Sprint ist eine genaue Planung im Vorfeld entscheidend. Dazu wird der zumeist halbtagesgenaue Taktplan durch die Koordinatorin bzw. den Koordinator in Absprache mit den Handwerksunternehmen erstellt. Alle Beteiligten verpflichten sich, ebenfalls vorab, zu einem lösungsorientierten Miteinander. 

Schnittstellen zwischen verschiedenen Gewerken sind abstimmungs- und zeitintensiv. Bei Sanierungssprints erfolgen Abstimmungen bereits standardisiert im Vorfeld oder, wenn sie während der Bauzeit spontan auftreten, direkt vor Ort. Das spart allen Beteiligen viel Zeit auf der Baustelle.

Als Herzstück des Sanierungssprints sorgt der Bauzeitenplan dafür, dass alle auf der Baustelle tätigen Gewerke parallel und eng abgestimmt arbeiten können. Das stellt schnelle Baufortschritte, kurze Baustellenzeiten und hohe Qualitätsstandards sicher. Die Baustelle wird im Bauzeitenplan zudem in eine Innen- und eine Außenbaustelle aufgeteilt. 

Um den engen Austausch auf der Baustelle bestmöglich zu unterstützen, stellt die Bauherrschaft ein gemeinsames Mittagessen für alle Handwerkerinnen und Handwerker.
 

Die Vorteile für Sanierungssprint-Koordinatorinnen und -Koordinatoren

  • Energetische Sanierungen sind ein attraktives Berufsfeld. Ihre Bedeutung wird in den nächsten Jahren zunehmen, auch weil es zukünftig immer weniger Neubauten geben wird.
  • Sanierungssprints zeichnen sich durch optimierte Abläufe aus. Dies erfordert besondere planerischen Kompetenzen von Koordinatorinnen und Koordinatoren. Gleichzeitig können sie sich damit als innovative Akteurinnen und Akteure positionieren.
  • Durch die schnelle und präzise planbare Abwicklung ist es möglich, mehr Projekte pro Jahr abzuschließen. Neben arbeitsintensiven Zeiten können aber auch notwendige Pausen oder Auszeiten besser geplant werden.

Die Vorteile für Handwerksbetriebe

  • Bei Sanierungssprints findet ein Großteil der Organisation im Vorfeld statt. Vieles geht dadurch auf der Baustelle schneller, das sorgt beispielweise für kürzere Rüstzeiten.
  • Während des Sanierungssprints sind viele Gewerke auf der Baustelle gleichzeitig aktiv. Sie arbeiten parallel, können sich auf kurzem Wege abstimmen und gemeinsam entscheiden. Das ermöglicht schnelles Weiterarbeiten sowie einen zügigen Abschluss und Abnahme der Arbeiten.
  • Die enge Zusammenarbeit und das wachsende Verständnis für die anderen Gewerke fördern einen gemeinsamen positiven „Baustellen-Spirit“. Der täglich sichtbare Baustellenfortschritt motiviert alle Beteiligten zusätzlich.
  • Das von der Bauherrschaft organisierte gemeinsame Mittagessen für alle Handwerkerinnen und Handwerker sorgt für eine vertrauensvolle Atmosphäre und regt den kollegialen Austausch an.
  • Abrechnung und Bezahlung erfolgen innerhalb weniger Tage direkt im Anschluss an die Ausführung.
  • Erfolgreich durchgeführte Sanierungssprints schaffen ein Alleinstellungsmerkmal für die teilnehmenden Betriebe als innovative Vorreiter in ihrer Region.

 

Hier sind die Vorteile für die einzelnen Eigentümerinnen und Eigentümer zusammengefasst.

Welche Gebäude eignen sich für einen Sanierungssprint?

Bislang wurden ausschließlich Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern als Sprints umgesetzt. Aber auch größere Häuser können im Rahmen eines Sanierungssprints energetisch ertüchtigt werden, jedoch verlängert sich je nach Komplexität der Sanierungszeitraum. Gerade Gebäude aus den Baujahren 1945 bis 1977 eignen sich besonders gut für den Sanierungssprint. Einerseits handelt es sich um Gebäue, die nicht unter Denkmalschutz stehen oder die keine erhaltenswerte Bausubstanz aufweisen. Andererseits ist häufig ein umfassendes Sanierungspotenzial vorhanden. 

Medienberichterstattung

Hintergrund

Das Konzept des Sanierungssprints wurde von Bauingenieur Ronald Meyer zusammen mit der Agora Energiewende und der DENEFF entwickelt und bundesweit in drei Pilotprojekten umgesetzt. Hierzu gibt es einen ausführlichen Praxisbericht. Die Pilotprojekte wurden in einer Studie des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und dem Institut für Baubetriebslehre der Universität Stuttgart wissenschaftlich begleitet.

Vortrag von Ronald Meyer über das Modell „Sanierungssprint“ beim Herbstforum Altbau 2024


Chat Button Chat Button