Nicht nur Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern erhalten eine bessere Förderung: Die Beratung für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten wird mit maximal 1.700 Euro unterstützt. Das sind 600 Euro mehr als bislang. Bei beispielhaften Kosten von 2.100 Euro für die Beratungsleistung liegt der Eigenanteil bei nur 400 Euro. Wohnungseigentümergemeinschaften erhalten zusätzlich einen einmaligen Zuschuss von bis zu 500 Euro, wenn der Beratungsbericht in der Eigentümerversammlung erläutert wird.

Was macht eine Energieberatung aus?

Basis einer gelungenen Sanierung ist eine Energieberatung vor Ort. Sie umfasst eine Prüfung des energetischen Gebäudezustandes, die Erstellung eines Sanierungskonzeptes samt Wirtschaftlichkeitsberechnung und eine Übersicht über Fördermöglichkeiten. Qualifizierte Fachleute in Ihrer Nähe finden Sie auf unserer Beratersuche.

Der individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Wollen Eigentümer von zinsgünstigen staatlichen Sanierungskrediten und Zuschüssen profitieren, ist eine Energieberatung Pflicht. Für Eigentümer in Baden-Württemberg lohnt sich die Hinzuziehung einer Energieberaterin und eines Energieberaters auch aus einem anderen Grund: Mit dem aus einer Vor-Ort-Beratung hervorgegangenem Bericht als individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erfüllen sie die Anforderungen des landesweiten Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) zu einem Drittel. Im Südwesten muss der Wärmebedarf in bestehenden Gebäuden nach einem Heizungstausch zu mindestens 15 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt oder durch entsprechende Maßnahmen an der Gebäudehülle reduziert werden. Außerdem werden seit Jahresbeginn förderwürdige Sanierungsmaßnahmen aus dem iSFP mit einem Zusatzbonus von fünf Prozent gefördert.