Zuschüsse und Kredite der KfW

Die KfW fördert mit Investitionszuschüssen die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus sowie energetische Einzelmaßnahmen [Programm 430].

  • Die förderfähigen Kosten zum KfW-Effizienzhaus liegen bei 120.000 Euro. Ein Zuschuss in Höhe von 30.000 und 48.000 Euro ist – je nach Effizienzhausstandard – möglich. Um sich diese Förderung zu sichern, ist die Begleitung und Prüfung der Sanierung durch einen Gebäudeenergieberater erforderlich.

  • Bei Einzelmaßnahmen sind es maximal 10.000 Euro Zuschuss, die förderfähigen Kosten liegen bei 50.000 Euro. Zur Antragsstellung ist ebenfalls ein Energieberater erforderlich.

Für die Planung und Baubegleitung durch einen Energieeffizienz-Experten können Sie bei anrechenbaren Kosten bis zu 8.000 Euro einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro beantragen. Wird bei den baulichen Kosten die Maximalsumme noch nicht erreicht, kann der Zuschuss von 4.000 Euro noch bis auf 7.200 Euro erhöht werden [Programm 431].


Kredite gibt es für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder die Umsetzung von einzelnen energetischen Maßnahmen [Programme 151,152]. Für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien ist ein Ergänzungskredit möglich [Programm 167].

Die Kredite der KfW sind günstiger als viele Hausbank-Kredite. Mit dem KfW-Vorteilsrechner „Energieeffizient Sanieren“ können Sie Ihre Ersparnis mit wenigen Angaben berechnen.

Weitere Kredite vergibt die KfW für die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien [Programm 270].

BAFA-Förderungen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Einbau von Heizungsanlagen, die Wärme mit erneuerbaren Energien erzeugen – also Heizungssysteme auf Basis nachwachsender Rohstoffe, Solarthermie und Wärmepumpen) [Förderprogramm Heizen mit Erneuerbaren Energien].

Beim Austausch alter Ölheizungen gegen klimafreundlichere Modelle übernimmt die BAFA bis zu 45 Prozent der Investitionskosten.

  • Wenn Sie Ihre Ölheizung etwa durch eine Wärmepumpe oder eine Biomasseanlage ersetzen, erhalten Sie den Zuschuss in voller Höhe.

  • Für eine Erdgas-Hybridheizung mit einem erneuerbaren Anteil von mindestens einem Viertel – beispielsweise über die Einbindung von Solarthermie – gibt es einen Investitionszuschuss von 40 Prozent.

Aber auch ohne den Austausch einer alten Ölheizung, honoriert die BAFA den Einbau effizienter und klimafreundlicher Heizungsanlagen. Sie erhalten Investitionszuschüsse von

  • 35 Prozent für Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden

  • 30 Prozent für Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent

  • 20 Prozent für Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind. Diese sogenannten „Renewable Ready“-Heizungen müssen spätestens zwei Jahre nach ihrem Einbau mindestens 25 Prozent der Heizleistung aus erneuerbaren Energien einspeisen.

Bei allen Maßnahmen ist ein hydraulischer Abgleich der neuen Heizung eine Fördervoraussetzung.

Neue Ölheizungen werden überhaupt nicht mehr gefördert.

Zuschüsse bis 80% sind ebenfalls möglich für eine Energieberatung oder die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans.

Alle BAFA-Förderungen für Privatpersonen im Überblick.

(Stand: März/2020, alle Angaben ohne Gewähr)


Beispielhafte Berechnung von KfW- und BAFA-Fördergeldern


Ergänzende Zuschüsse der L-Bank

Seit dem 01. September 2020 vergünstigt die Landesbank in Baden-Württemberg die attraktiven KfW-Konditionen mit einem zusätzlichen Tilgungszuschuss. Dieser gilt für ambitionierte Sanierungen auf die beiden KfW-Effizienzhausstandards 55 und 70.

  • Beim KfW-Effizienzhaus 55 erhöht die L-Bank den Tilgungszuschuss um 2,5 Prozentpunkte, auf bis zu 42,5 Prozent.
  • Beim KfW-Effizienzhaus 70 steigt er von maximal 35 Prozent auf 36,5 Prozent an.

Die Programme „Klimaschutz-Plus“ und „Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien“ bieten weitere Fördermöglichkeiten, zum Beispiel für die Erneuerung von Heizungsanlagen. Beim Kauf eines Gebäudes kann eine Zusatzfinanzierung für die energieeffiziente Sanierung beantragt werden.

Außerdem fördert die L-Bank Baden Württemberg den Einbau von sogenannten netzdienlichen Photovoltaik-Batteriespeichern.