Handwerkerinnen und Handwerker spielen eine entscheidende Rolle auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand und somit für die Zukunft des Altbaus: Auf den Sanierungsbaustellen in Baden-Württemberg müssen dazu viele Gewerke Hand in Hand arbeiten.

Der erste Energietag von Zukunft Altbau richtete sich genau an diese „Klimagewerke“: das Schornsteinfeger-, Stuckateurs- und Dachdeckerhandwerk, das Zimmerer- und Holzbaugewerbe und die Fachleute aus Sanitär-Heizung-Klima, Glas-Fenster-Fassade sowie der Elektro- und Informationstechnik.

Am 6. Juli 2022 verschafften sich zahlreiche Handwerkerinnen und Handwerker sowie Netzwerkpartnerinnen und -partner einen Überblick über aktuelle Trends, neue Techniken und praktische Herausforderungen der energetischen Gebäudesanierung. Zudem erhielten sie Einblicke in die Arbeitspraxis der anderen Klimagewerke.

Wie Umweltministerin Thekla Walker zur Eröffnung in Ihrer Rede sagte: „Jedes Bauhandwerk ist ein wahres Klimagewerk, das Bauherrinnen und Bauherren weitsichtig über klimafreundliche Lösungen bei der Sanierung oder der Energieversorgung ihrer Gebäude informiert und aufklärt. Denn nur, wenn wir gemeinsam und mit Blick in die Zukunft handeln, können wir unsere ambitionierten Klimaziele erreichen."  

 

Handwerkerinnen und Handwerk sowie Netzwerkpartnerinnen und -partner aus ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus nahmen am 1. Energietag teil.

Umweltministerin Thekla Walker, MdL, im Vorab-Gespräch mit Rainer Reichhold (Präsident des BWHT) und Thomas Bürkle (Präsident Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg).

Den offiziellen Teil der Veranstaltung leitete Dr.-Ing. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der KEA-BW, mit seinem Vortrag über die Rolle des Handwerks in Zeiten von Energie- und Klimakrise und klimaneutralem Gebäudebestand ein.

Rainer Reichhold, Präsident des BWHT, sprach als Hausherr das Grußwort.

Umweltministerin Thekla Walker, MdL, erläuterte warum die Klimagewerke wichtige Akteure der Wärmewende sind.
 

Franziska Lamprecht sprach über die Nachhaltigkeitsoffensive der Zukunftsinitiative Handwerk 2025 sowie wichtige Themen und Instrumente für Handwerkerinnen und Handwerker.

Dipl.-Wirt.-Ing. Maike Schmidt vom ZSW referierte darüber, was aus dem Klimaschutzgesetz und dem neuen Maßnahmenkatalog der Landesregierung für das Handwerk resultiert.

Was die Klimaschutzziele konkret fürs Handwerk bedeuten, erläuterte Frank Hettler, Leiter von Zukunft Altbau, und ging dabei auch auf  konkrete Zahlen, Fakten und Anforderungen ein.

Die Mittagspause bot bei bestem Wetter ...

... jede Menge Möglichkeiten zur Vernetzung ...

… und richtete einen positiven Blick nach vorne.

Nach der Mittagspause teilte Helmut Schuler sein gewerkeübergreifendes Praxiswissen zur Schnittstellenproblematik an der luftdichten Gebäudehülle.

Nachmittags stand die Podiumsdiskussion mit Praktikerinnen und Praktikern aus allen sieben Klimagewerken an.

Die Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Handwerk sowie Moderatorin Natasha Walker und Frank Hettler von Zukunft Altbau.

Der gesellige Ausklang ...

... bot bei Kaltgetränken ...

... nochmals die Möglichkeit zum Austausch unter den Gewerkevertreterinnen und -vertretern.


Programm des Energietags

(Präsentationen zum Download)

9:30 Uhr
Besser sanieren mit der Leitlinie Handwerk: die Rolle des Handwerks in Zeiten von Energie- und Klimakrise und klimaneutralem Gebäudebestand
Dr.-Ing. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg

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9:45 Uhr
Grußwort
Rainer Reichhold, Präsident Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.

9:55 Uhr
Die Klimagewerke als wichtige Akteure der Wärmewende
Ministerin Thekla Walker, MdL, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

10:20 Uhr
Die Nachhaltigkeitsoffensive der Zukunftsinitiative Handwerk 2025: wichtige Themen und Instrumente für Sie als Handwerkerinnen und Handwerker
Franziska Lamprecht, Koordination Handwerk 2025, Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.

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10:50 Uhr
Was resultiert aus dem Klimaschutzgesetz und dem neuen Maßnahmenkatalog der Landesregierung für das Handwerk?
Dipl.-Wirt.-Ing. Maike Schmidt, Leiterin des Fachgebiets Systemanalyse, Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und Beirat im Sachverständigenrat der Landesregierung

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Was bedeuten die Klimaschutzziele konkret fürs Handwerk? Zahlen, Fakten, Anforderungen
Frank Hettler, Leitung Zukunft Altbau, im Gespräch mit Maike Schmidt

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12:00 Uhr
Mittagspause mit Inspirationspool und Markt der Möglichkeiten

13:30 Uhr
Praxiswissen gewerkeübergreifend: Schnittstellenproblematik an der luftdichten Gebäudehülle
Helmut Schuler, Energieberater-Baubiologe, Bildungs-Zentrum Holzbau, Biberach-Riss

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14:00 Uhr
Die Klimagewerke stellen sich vor: Gute Praxis zeigt, dass Klimaschutz und
wirtschaftliches Wachstum Hand in Hand gehen.

  • Jan Gühring, Geschäftsführer, Elektro Gühring GmbH, Stuttgart
  • Jörg und Silke Ewald, Heinz Ewald GmbH – Bedachungen, Hannover
  • Roland Oettinger, Holzbau Oettinger GmbH, Fellbach
  • Achim Bauer, Stellv. Vorsitzender des Fachverbands der Stuckateure für Ausbau und Fassade,
    Vorstand des Technischen Ausschusses, Stuckateurfachbetrieb für Ausbau und Fassade Bauer GmbH, Mannheim
  • Frank Jäger, Jäger Heizung-Sanitär GmbH, Karlsruhe
  • Stefan Eisele, Präsident des Landesinnungsverbands des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg

15:30 Uhr
Kommunikation ist (fast) alles: Auf Streife mit dem Energiesparkommissar
Carsten Herbert alias Energiesparkommissar,
ENERGIE & HAUS, Ingenieurbüro für Gebäudeenergieeffizienz, Darmstadt

Digitale Inhalte des Energiesparkommissars zum Nachhören und -sehen:

Ölkrise, Autofreie Sonntage - Wann wurde das Energiesparen erfunden?

So geht die Wärme im Altbau verloren!

Kommissar in Action - Energieberatung miterleben!


16:00 Uhr
Geselliger Ausklang und informelles Netzwerken
 

Anreise

Wir empfehlen die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) befindet sich zentral gelegen rund 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Gäste, die auf einen PKW nicht verzichten können, haben im Geno-Parkhaus in der Heilbronner Straße die Möglichkeiten zu parken. Alle Anfahrtshinweise finden Sie hier.

Anmeldung und Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro inkl. MwSt. (inkl. Verpflegung).

Pro bezahltem Eintritt haben Sie Anspruch auf eine Freikarte für Auszubildende aus Ihrem Betrieb. 

Anmeldefrist ist der 30. Juni 2022.

Bis einschließlich diesem Termin können Sie Ihre Teilnahme kostenfrei stornieren. Danach wird die gesamte Teilnahmegebühr für jede angemeldete Person fällig. Sollten Sie kurzfristig verhindert sein, können Sie uns eine Vertretungsperson mitteilen, die an Ihrer Stelle teilnimmt.

Rechnungslegung: Mit Ihrer Anmeldung erhalten Sie zeitnah eine Bestätigung; die Rechnung geht Ihnen separat zu.

Fotografie und Videoaufnahmen

Bitte beachten Sie, dass während der gesamten Veranstaltung Bild- und Videoaufnahmen gemacht werden, die potentiell zur Berichtserstattung und allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien veröffentlicht werden.

Bitte informieren Sie die Kolleginnen und Kollegen am Check-In, sofern Sie mit der Veröffentlichung von Bildern Ihrer Person nicht einverstanden sind.

Zertifiziert als Fortbildung

Die Fortbildung wird für die Verlängerung der Eintragung in der Energieeffizienz-Expertenliste mit 3 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude) und 3 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet.

Klimaneutral, da ressourceneffizient

Wir achten bei unseren Veranstaltungen genauso wie bei allen unseren Aktivitäten darauf, sie nachhaltig zu organisieren und umzusetzen und wertvolle Ressourcen zu sparen. Alle entstehenden CO2-Emissionen werden über langfristige Klimaschutzprojekte unseres Partners Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH kompensiert.

Besser sanieren mit der Leitlinie Handwerk

Zukunft Altbau hat gemeinsam mit den Verbänden der Klimagewerke ein neues Qualitätssiegel erarbeitet: die „Leitlinie Handwerk“. Unterstützende der Leitlinie verpflichten sich individuell, gewerkeübergreifend und neutral zu informieren. Sie weisen auf die Chancen einer Gebäudeenergieberatung hin, empfehlen energieeffiziente Gebäudestandards und erneuerbare Energien und bilden sich regelmäßig weiter. Nutzen Sie den Energietag, um sich eingehend über die Leitlinie Handwerk zu informieren und verpassen Sie nicht die Chance als einer der ersten Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg die Leitlinie zu unterzeichnen.