Mit einer zeitgemäßen energetischen Sanierung erreichen Sie das energetische Niveau eines Neubaus, steigern den Wert Ihrer Immobilie und durch Energieeinsparungen im Betrieb von bis zu 80 Prozent Ihre Unabhängigkeit von hohen Energiepreisen. Besonders wichtig ist dabei eine frühzeitige und ganzheitliche Planung. Unterteilen Sie die Sanierung lieber in mehrere Phasen, statt einzelne Schritte aus Budget- oder Zeitgründen halbherzig oder ohne Gesamtkonzept umzusetzen. Wenn Sie zum Beispiel die Fassade nicht richtig oder zu dünn dämmen lassen, schaffen Sie Fakten, die die nächsten Jahrzehnte über Bestand haben. Experten nennen die Folgen unbedachter Sanierungsmaßnahmen auch „Lock-in-Effekt“: Unter Umständen verbauen Sie sich so den bestmöglichen energetischen Einspareffekt.

Vor-Ort-Beratung und individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Grundlage für eine ganzheitliche Sanierungsplanung ist eine umfassende energetische Bestandsaufnahme vor Ort. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG § 48) schreibt vor, dass Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen bei bestimmten baulichen Veränderungen ein kostenfreies „informatorisches Beratungsgespräch“ führen müssen. Auch Handwerker machen Sie in ihren Angeboten darauf aufmerksam. Auch wenn Sie von zinsgünstigen staatlichen Sanierungskrediten und Zuschüssen profitieren möchten, ist eine Energieberatung Pflicht.

Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) zeigt den Weg für eine sinnvolle, schrittweise Sanierung eines Bestandsgebäudes auf. Dazu werden einzelne Maßnahmen-Pakete für die Sanierung passend zu Gebäude und Rahmenbedingungen der Sanierungswilligen definiert, die nacheinander und mit zeitlichem Abstand voneinander umgesetzt werden können. Mit dem sogenannten iSFP-Bonus erhalten Sanierungswillige bei Einzelmaßnahmen – außer der Heizung – zusätzlich zur regulären Förderung nochmals 5 % Fördermittel obendrauf. Außerdem erfüllen Sie die Anforderungen des baden-württembergischen Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) zu einem Drittel.

Die Bundesregierung fördert den iSFP für Ein- oder Zweifamilienhäuser mit bis zu 1.300 Euro. Bei beispielhaften Beratungskosten von 2.000 Euro beläuft sich der Eigenanteil damit auf gerade einmal 700 Euro. Der iSFP für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten wird mit maximal 1.700 Euro Fördergeld unterstützt. Wohnungseigentümergemeinschaften erhalten zusätzlich einen einmaligen Zuschuss von bis zu 500 Euro, wenn der Beratungsbericht in der Eigentümerversammlung erläutert wird.

Nutzen Sie die passende Förderung!

Der Bund, das Land Baden-Württemberg und auch viele Kommunen unterstützen Sie bei Ihrem Sanierungsvorhaben – durch Fördermittel, Zuschüsse zur Finanzierung, zinsverbilligte Darlehen oder steuerlichen Begünstigungen. Je höher der CO2-Einspareffekt desto höher die Förderung, lautet hierbei die einfache Faustregel.

Für zahlreiche Sanierungsmaßnahmen gibt es Fördergelder, insbesondere für den Einbau neuer Dämmelemente und Fenster sowie für moderne Heizungs- oder Lüftungsanlagen und. Neben den Maßnahmen selbst und der Energieberatung wird auch die Baubegleitung staatlich gefördert, wenn sie durch anerkannte Energieberaterinnen oder -berater erfolgt. Für die meisten Sanierungsprogramme gilt, dass Sie erst mit der Modernisierung anfangen dürfen, wenn Sie die Förderzusage haben.

Nutzen Sie die aktuellen Förderbedingungen gemäß der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit Fördersätzen bis zu 45 Prozent. Alternativ zu den direkten Zuschüssen können Sie verschiedene energetische Sanierungsmaßnahmen auch von der Steuer absetzen. Für beide Optionen gilt: Die Maßnahmen müssen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus gehen.

Gute Energieberatung, gutes Handwerk: unsere Leitlinien

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern haben wir zwei Leitlinien formuliert, die eine qualitativ hochwertige, zukunftsfähige Sanierung sichern. Die Leitlinie für Energieberatung und die Leitlinie Handwerk orientieren sich an den Kriterien der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zur Vergabe von Fördergeldern. Fragen Sie bei Ihrem Handwerksbetrieb oder Ihrer Energieberatung nach der jeweiligen Leitlinie! Alle baden-württembergischen Energieberaterinnen und -berater, die die Leitlinie Energieberatung unterstützen, haben wir in einer übersichtlichen Karte mit Suchfunktion zusammengestellt.

Kostenfreie Einstiegsberatung am Beratungstelefon von Zukunft Altbau

Egal, ob Sie eine konkrete Frage zu einem Aspekt Ihrer Sanierung haben oder einfach nicht so richtig wissen, wo und wie Sie anfangen sollen: Unsere Expertinnen und Experten helfen Ihnen gerne weiter. Sie geben praxisnahe Tipps, können Ihnen die richtigen Anlaufstellen bei Land und Bund nennen und zeigen Ihnen, wie Sie die passende Energieberaterin bzw. den passenden Energieberater in Ihrer Nähe finden. Nutzen Sie das kostenfreie Beratungstelefon unter 08000 12 33 33 (Mo bis Fr, jeweils von 09:00 bis 13:00 Uhr) oder schreiben Sie uns eine E-Mail an beratungstelefon(at)zukunftaltbau.de.

Gute Beispiele: die Sanierungsgalerie

Zukunft Altbau sammelt und veröffentlicht vorbildliche Sanierungen in einer Sanierungsgalerie. Sie möchten sanieren und suchen nach Inspiration? Dann sind Sie hier genau richtig.

Kostenfreie App als smarter Einstieg in die Beratung

Mit dem „Sanierungsnavi“ ermitteln Sie selbst den energetischen Zustand Ihres Hauses und schaffen so die Basis für ein fundiertes Infogespräch. Einfach kostenfrei herunterladen, Projekt erstellen und Gebäudedaten erfassen. Auf Wunsch können Sie auch direkt aus der App heraus Kontakt zu qualifizierten Energieberatern aus Ihrer Region aufnehmen.


Michaela Brecht

Dipl.-Ing. (Architektur), BAFA-Energieberaterin, KfW-Sachverständige


Jürgen Henke

Dipl.-Ing. (FH), BAFA-Energieberater,
KfW-Sachverständiger


Carolin Wurster

B. A. Energie- und
Ressourcenmanagement
 

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Henke | Zukunft Altbau

"Wohnkomfort ist etwas wirklich Wertvolles"

Es gibt viele Gründe, sein Haus zu sanieren: ein undichtes Dach, eine hohe Heizkostenrechnung oder ein altersgerechter Umbau. Jürgen Henke ist überzeugt, dass der Wohnkomfort dabei nicht zu kurz kommen darf. Drei Fragen an den Energieberater, der bei Zukunft Altbau das Beratungstelefon betreut.

Wir alle wollen uns in den eigenen vier Wänden wohl fühlen. Muss man dafür sanieren?

In vielen Fällen ja. Gerade in älteren Häusern entsteht im Winter häufig Zugluft, weil über Fenster, Außenwände und Kellerdecke zu viel Wärme verloren geht. Das spürt man, wenn man mit den Kindern auf dem Boden spielt, am Esstisch kalte Füße bekommt oder es abends auf dem Sofa nur mit Decke richtig gemütlich wird. Und wenn Schimmel dazu kommt, wird es wirklich ungesund.

Kellerdecke, Außenwand, Fenster – wo soll man denn anfangen?

Das ist bei jedem Haus anders. Aber es gibt eine einfache Grundregel: Reduzieren Sie zuerst den Energiebedarf, zum Beispiel durch Dämmung oder neue Fenster. Dann können Sie im nächsten Schritt die Heizung oder eine Lüftungsanlage optimal an den neuen Gegebenheiten ausrichten. Und schließlich lohnt es sich zu prüfen, ob, wo und wie Sie erneuerbare Energien unterstützend einsetzen können.

Klingt einfach – und in der Umsetzung doch kompliziert.

Richtig. Eine energetische Sanierung ist selten einfach. Deshalb braucht es immer eine qualifizierte Energieberatung. Ergänzend ist meist eine Baubegleitung zu empfehlen. So sichert man sich auch die passende finanzielle Förderung und spart am Ende Energiekosten. Außerdem haben mir die vielen Jahre Erfahrung gezeigt: Der neue Wohnkomfort entschädigt immer für den Aufwand einer Sanierung.